Instrumente – Gitarren

Hier sammle ich alle Gitarren, die mich im Studio begleiten. Jede hat ihre eigene Geschichte, ihren eigenen Klang und ihren eigenen Platz im Setup. Diese Seite dient als Übersicht und Archiv meiner Instrumente.

20191103

Meigel Stratocaster – Meine Rückkehr zur Gitarre

Als ich 2017 meine alten Gitarrenkünste wieder ausgegraben habe, brauchte ich erst einmal irgendetwas zum Üben. Beim Black Friday wurde es dann eine Epiphone für 89 Euro. Ihr könnt euch vorstellen, wie die geklungen hat und wie sich das Ding spielen ließ, wenn man jahrzehntelang keine Gitarre mehr in der Hand hatte.


Nach ein paar Instrumenten von Vintage bin ich dann auf Meigel Guitars gestoßen. Stefan hatte diese Strat gerade fertig, der Preis passte, und ich habe sie direkt mitgenommen. Er hat mir noch das Kloppmann Blue Poet Set eingebaut. Eine der besten Entscheidungen überhaupt.


Die Gitarre war richtig gut, aber mein Kumpel hat eine Fender Custom Shop Strat, und wir haben uns immer gefragt, warum seine sich trotz „schlechterer“ Saitenlage besser spielen ließ. Irgendwann habe ich seinen Hals bei Meigel nachbauen lassen und in meine Strat gesetzt.


Seitdem ist das Ding für mich perfekt. Spielgefühl, Sound, Verarbeitung – alles auf einem Niveau, das locker mit Fender CS mithalten kann. Und preislich lag ich trotzdem deutlich darunter.

KategorieSpezifikation
KorpusUS‑Erle
HalsGeflammter Ahorn, ’60s C‑Shape
GriffbrettPalisander, 9,5″ Radius
Mensur648 mm
PickupsKloppmann Blue Poet Set
Elektronik’60s Style, Treble Bleed
Bünde2,42 × 1,52 mm
InlaysBonoid Clay
HardwareABM / Kluson
SattelKnochen
FinishNitro, geaged

Image

Klangbeschreibung

  • Steg: Bissig und direkt, setzt sich gut durch, ohne unangenehm spitz zu werden.
  • Mitte/Steg: Glockig und leicht hohl, typisch Strat‑Zwischenposition, sehr sauber definiert.
  • Mitte/Hals: Weich, perlig und ausgewogen, ideal für cleane Rhythmus‑Parts.
  • Hals: Warm, rund und offen – klassischer 60s‑Strat‑Ton ohne Matsch.

Meigel CS ’52 Tele – so wie ich sie wollte

Als ich die Tele bauen ließ, war ich noch nicht so tief im Thema wie heute. Ich hatte ein paar Vorstellungen, aber vieles war eher Gefühl als Plan. Zum Glück hat Stefan von Meigel Guitars mich da gut abgeholt. Wir haben zusammen die Details durchgesprochen, und am Ende stand da meine erste „eigene“ CS‑Gitarre, bei der ich wirklich mitreden konnte.


Das leichte Aging und das abgespielte Griffbrett passen perfekt zu dem, was ich mag – nichts Übertriebenes, einfach glaubwürdig. Mit dem Kloppmann ST50 Set klingt die Tele genau so, wie ich mir eine Tele vorstelle: klar, direkt, ein bisschen rau, aber immer musikalisch.


Lange Zeit war sie meine Standard‑Gitarre, wenn ich Kemper‑Profile getestet habe. Sie sitzt klanglich genau zwischen Single Coil und Humbucker, was sie extrem vielseitig macht. Egal welches Setup – die Tele funktioniert einfach.
Bis heute gehört sie zu den Gitarren, die ich immer wieder gerne in die Hand nehme.

KomponenteDetails
KorpusSumpfesche – leicht, resonant, klar
HalsGeflammter Ahorn, einteilig – 50s Fat Neck
GriffbrettAhorn, 7,25″ Radius – klassisch & komfortabel
Mensur648 mm – Standard Fender-Scale
Bünde2.0 × 1.09 mm – Medium Vintage
InlaysSchwarzer Kunststoff – schlicht & stilecht
SattelKnochen – Sustain & Stimmungssicherheit
Elektronik’50s Style + Treble Bleed – authentisch & clever
Schaltung3-Weg-Blade + Master Volume & Tone
PickupsKloppmann ST50 Set – dynamisch, lebendig
BridgeABM mit Messingreitern – klassisch & resonant
MechanikenKluson Vintage-Style – zuverlässig & stilvoll
LackierungNitro geaged – atmet, klingt, altert mit Würde

Klangbeschreibung

  • Steg-Pickup: Twang pur – bissig, präsent, Rhythmusmaschine
  • Hals-Pickup: Warm, offen – ideal für Blues, Jazz und Single-Note Lines
  • Mittelposition: Ausgewogen, mit transparentem Schimmer
  • Treble Bleed: Keine Tonverluste beim Herunterregeln – smart & musikalisch
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Meigel Les Paul – Was noch gefehlt hat.

Wie ich in den Amp‑Beschreibungen schon angedeutet habe, war meine einzige Gitarre Ende der 70er eine Strat. Mehr war damals einfach nicht drin. Eigentlich wollte ich schon damals eine Les Paul, aber für die Tanzband und die Vielseitigkeit wurde es eben eine Strat.


Nachdem ich nun wieder eine Strat und eine Tele hatte, war klar: Jetzt muss endlich eine Les Paul her. Also bin ich in die Läden und habe alles ausprobiert, was da war, von der Studio bis zur Custom Shop. Und wie sollte es anders sein: Zufrieden war ich erst mit einer CS. Das Modell war sogar reduziert, weil es eine kleine Delle hatte, aber selbst als „Schnäppchen“ war das Ding immer noch jenseits von Gut und Böse.


Da kam mir wieder in den Sinn, wie gut meine bisherigen Meigel‑Gitarren geworden waren. Also habe ich mich mit Stefan zusammengesetzt und wir haben eine Les Paul nach meinen Vorstellungen geplant. Damals konnte ich noch nicht wirklich gut spielen (ob das heute besser ist, lassen wir mal offen), und deshalb wollte ich einen 60s‑Hals – etwas schlanker als der klassische 59er.


Stefan hat mir die Gitarre in hervorragender Qualität gebaut, diesmal ohne Aging. Sie sieht edel aus, fühlt sich sofort vertraut an und klingt mit dem Kloppmann Peter‑Weihe‑Set genau so, wie ich mir eine Les Paul immer vorgestellt habe.

KomponenteDetails
KorpusHonduras Mahagoni – tief und resonant
AufleimerEuropäischer Ahorn – brillante Höhen
HalsHonduras Mahagoni
GriffbrettEbenholz, 12″ Radius
Mensur628 mm – klassisch Les Paul
PickupsKloppmann Peter Weihe Set – kraftvoll & klar
Elektronik’50 Gibson LP Style, Treble Bleed
HardwareABM/Kluson – robust & stilvoll
LackierungNitro – traditionell & atmungsaktiv
Bünde2,0 × 1,09 mm – präzise
InlaysPerlmutt – luxuriös & elegant
SattelKnochen – Stabilität & Sustain
Halsprofil’60 Style – komfortabel & dynamisch
Halsverbindung’50 Style mit langem Zapfen – Sustain pur

Klangbeschreibung

  • Steg: Kräftig, offen und mit klarer Ansprache. Genug Biss für Rock, aber nie scharf.
  • Mitte: Ausgewogen und druckvoll, ideal für Rhythmus‑Parts und Crunch‑Sounds.
  • Hals: Warm, rund und voll – genau der klassische Les‑Paul‑Ton mit viel Sustain.
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Meigel ES 335 – Klangkunst zwischen Tradition und Tiefe

Die semiakustische Seele mit Charakter

Wie schon bei der Les Paul wollte ich meine Sammlung komplettieren und endlich eine Halbresonanzgitarre haben, also eine ES‑335. Also bin ich wieder durch mehrere Geschäfte gezogen und habe verschiedene Modelle ausprobiert. Was ich da erlebt habe, kann ich bis heute kaum glauben. Da ich wusste, dass es wohl auf eine Custom Shop hinausläuft, habe ich auch nur diese getestet. Preislich fangen die bei rund 3.600 € an, nach oben offen.


Aber der Zustand der Gitarren war eine Katastrophe. In drei verschiedenen Läden standen die Instrumente ohne Setup herum, teilweise kaum stimmbar, und bei manchen hätte man vor dem Anspielen besser eine Tetanusspritze geholt – so verrostet waren die Saiten. Ich bin mit keiner einzigen warm geworden.


Also habe ich wieder auf das gesetzt, was bisher immer funktioniert hat: Meigel Guitars. Diesmal wusste ich schon ziemlich genau, was ich wollte. Und wie erwartet hat Stefan sich selbst übertroffen. Vom sauber gearbeiteten Binding in den F‑Löchern bis zum Kloppmann HB62 Set ist alles genau so geworden, wie ich es mir vorgestellt habe.
Ich spiele sie nicht so oft wie meine anderen Gitarren, aber wenn ich sie in die Hand nehme, dann mit richtigem Genuss.

Spezifikationen

KomponenteDetails
KorpusAmerikanischer Ahorn – dynamisch & resonant
SustainblockHonduras Mahagoni – mehr Druck & Sustain
HalsMahagoni
GriffbrettEbenholz, 12″ Radius
Mensur628 mm – komfortabel & klassisch
PickupsKloppmann HB62 Set – Vintage ES 335 Sound
ElektronikGibson ES 335 Style, Treble Bleed
HardwareABM/Kluson – präzise & authentisch
LackierungNitro hochglanz – Vintage Cherry
Bünde2,0 × 1,09 mm – schlank & stilvoll
InlaysPerlmutt – edel & elegant
SattelKnochen – stabile Intonation
Halsprofil’60 Style – griffig & vielseitig
Halsverbindung’50 Style mit langem Zapfen – Sustain pur
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Klangbeschreibung

  • Steg: Klar, offen und mit ordentlich Durchsetzungskraft, ohne zu hart zu wirken.
  • Mitte: Ausgewogen und warm, perfekt für rhythmische Parts und leichte Crunch‑Sounds.
  • Hals: Weich, rund und sehr voll – typisch 335, mit viel Luft und Sustain.

Meigel Paisley Stratocaster mit Kloppmann Errorhead-Set

Nach einiger Zeit bin ich über die Paisley‑Strat von Maybach gestolpert. Die hat mich sofort gepackt, aber sie war schon ausverkauft und zu einem vernünftigen Preis nicht mehr zu bekommen.

Dann fiel mir ein, dass ich ja noch den Meigel‑Strat‑Hals hatte, den ich damals gegen einen Fender‑CS‑Nachbau getauscht hatte. Also kam die Idee: Stefan Meigel baut mir den passenden Paisley‑Korpus, bestückt ihn mit Hardware und Pickups und so bekomme ich meine eigene Paisley Strat.

Da ich ohnehin eine HSS‑Strat wollte, passte das perfekt. Wie immer hat Stefan ein kleines Kunstwerk abgeliefert, und mit dem Kloppmann Errorhead‑Set ist das Teil jetzt ein richtiges Rockbrett geworden.

Spezifikationen

KomponenteDetails
KorpusAmerikanische Erle
HalsAhorn
GriffbrettPalisander
Radius12″
PickupsKloppmann SSH Errorhead Set
HardwareABM / Kluson
Mensur648 mm
Bünde2,0 × 1,09
LackierungNitro Hochglanz, geaged
InlaysDots
ElektronikStandard Strat / Treble Bleed, Bridge Treble
SattelKnochen
  • Steg (HB): Fett, druckvoll und sehr direkt – genau das Rockbrett, das die Gitarre sein soll.
  • Mitte/Steg: Knackig und offen, typische Strat‑Zwischenposition, aber mit mehr Punch durch den Humbucker.
  • Mitte/Hals: Perlig, ausgewogen und sauber definiert – ideal für cleane Rhythmus‑Parts.
  • Hals: Warm, rund und klassisch Strat, mit etwas mehr Fundament und sehr angenehmer Ansprache.
Paisley Strat

PRS SE NF53 – T‑Style mit Narrowfields


Eines Nachmittags scrollte ich gelangweilt durch YouTube und stieß auf die Vorstellung einer PRS SE Tele. Eigentlich dachte ich mir nicht viel dabei, denn mein altes Vorurteil gegenüber PRS SE war noch präsent: günstige Gitarren, nicht besonders gut. Ein Musikerkollege hatte mal eine im Proberaum stehen, die war wirklich schlimm, wobei die vermutlich nie eingestellt wurde.


Ich sah mir das Video trotzdem an und staunte nicht schlecht: Es ging um die PRS SE NF53 mit den Narrowfield‑Pickups. Der Klang hat mich sofort abgeholt, und auch das Design gefiel mir. Der Vorführer, den ich öfter schaue, meinte sogar, dass man den Aufpreis zur Core nicht unbedingt bräuchte, weil die SE wirklich gut sei.


Das GAS war geweckt, also habe ich sie bestellt. Und was soll ich sagen: Normalerweise musste ich jede Gitarre, egal ob gebraucht oder neu online gekauft, erst einmal zum Gitarrenbauer bringen. Hier – nichts. Die Gitarre war direkt wunderbar spielbar. Ich habe sie trotzdem wegen Treble‑Bleed und einem etwas zu hohen Sattel abgegeben, aber das war’s auch schon.


Diese Gitarre hat meine Vorurteile gegenüber PRS SE komplett aufgelöst. Sie spielt sich hervorragend und ist momentan meine Nummer 1, wenn es ums Testen von Pedalen und Amps geht.

Spezifikationen

KomponenteDetails
KorpusPappel – leicht & resonant
HalsAhorn – stabil & direkt
GriffbrettAhorn, Birds Inlays
Radius254 mm
Mensur635 mm (25″)
Bünde22
HalsprofilWide Thin – schnell & komfortabel
Sattelbreite42,85 mm
Pickups3× PRS Narrowfield DD “S”
ElektronikVolume, Tone, 5‑Way Blade
HardwareVintage‑Style Tremolo
FarbePearl White
InklusiveGigbag
Erhältlich seit08/2024
Artikelnummer594256

Klangbeschreibung

  • Steg: Klar, drahtig und sehr direkt – Tele‑Attack, aber mit etwas mehr Fleisch.
  • Mitte: Ausgewogen und offen, ideal für Crunch‑Rhythmen und cleane Akkorde.
  • Hals: Warm, rund und trotzdem definiert – kein Matsch, sehr angenehme Ansprache.
  • Wer da auf Fendersound hofft wird wohl enttäuscht sein. Sie klingt anders, aber für den Preis ausgezeichnet.
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PRS SE NF3 – Metallic Orange RWVielseitige S‑Style für moderne Sounds


Nachdem ich mit der PRS SE NF53 so gute Erfahrungen gemacht hatte, fiel mir ein Kleinanzeigen‑Angebot der PRS SE NF3 ins Auge. Fast neu, guter Preis – also zugeschlagen. Ganz ohne Bedenken war ich aber nicht. Ich hatte schon öfter festgestellt, dass selbst die Squier‑Teles oft besser gebaut sind als die entsprechenden Strats. Daraus folgerte ich, dass die PRS‑Strat vielleicht auch nicht die gleiche Qualität haben würde wie die Tele.


Sie kam an und ich war wirklich angenehm überrascht. Sie klingt zwar nicht nach Fender, aber das hatte ich auch nicht erwartet. Mit den Narrowfields hat sie ihren eigenen Charakter. Die Stimmstabilität ist überraschend gut und die Metallic‑Orange‑Lackierung war für mich mal etwas anderes. I

ch greife momentan sogar öfter zu ihr als zu manch anderer Gitarre aus meiner Sammlung. Für unter 1.000 € sind diese Gitarren wirklich außergewöhnlich gut gemacht.

Spezifikationen

KomponenteDetails
KorpusPappel
HalsAhorn
GriffbrettPalisander
Mensur635 mm
Radius254 mm
Bünde22
HalsprofilWide Thin
Sattelbreite42,85 mm
Tonabnehmer3× PRS Narrowfield DD “S” Single Coils
ElektronikVolume, Tone, 5‑Way Blade
TremoloVintage‑Style
FarbeMetallic Orange
InklusiveGigbag
Erhältlich seitAugust 2024
Artikelnummer594262

Eine moderne, vielseitige S‑Style‑Gitarre, die dank Narrowfield‑Pickups extrem flexibel ist.
Perfekt für Spieler, die Strat‑Feeling wollen, aber mehr Definition und weniger Nebengeräusche suchen.

Front1

Klangbeschreibung

  • Steg: Klar, bissig und sehr direkt – kein klassischer Strat‑Singlecoil, sondern etwas kräftiger und definierter.
  • Mitte: Offen, ausgewogen und mit leichtem Narrowfield‑Charakter – sauber, kein Brummen, sehr vielseitig.
  • Hals: Warm, rund und trotzdem klar – mehr Fundament als eine typische Strat, aber immer noch schön transparent.
  • Auch hier muss ich sagen, dass der Sound dieser Gitarre nicht wie bei einer Fender klingt. Wer damit leben kann ist wirklich gut bedient.

Projekt Greeny – Vom Budget-Risiko zum Vintage-Klangtraum

Ich hatte zu der Zeit schon einige Effektpedale über AliExpress gekauft, als ich dort auf eine geagete Les Paul im Greeny‑Stil stieß, zu einem unverschämt günstigen Preis. Mir war natürlich klar, dass die Chinesen gnadenlos nachbauen und dass man für diesen Preis keine Gitarre auf Gibson‑Niveau erwarten kann.

Meine Überlegung war: Ich bestelle das Teil, tausche alles aus und habe am Ende eine günstige Kopie der berühmten Greeny, also der Gitarre, die ursprünglich Peter Green (Fleetwood Mac) spielte, später Gary Moore (Thin Lizzy) gehörte und heute bei Kirk Hammett (Metallica) ist.


Also bestellt. Nach etwa vier Wochen war sie da, plus etwas Zoll. Genau wie erwartet war das Aging weit weg vom Original, und die komplette Hardware inklusive Pickups war schlicht Schrott. Also ab zu Meigel Guitar. Stefan bestätigte meinen Eindruck, erkannte aber zumindest an, dass die Grundlage, also das Holz gar nicht so schlecht war.


Ich habe ihm die Gitarre dagelassen und er hat sie praktisch entkernt: neue Mechaniken, neuer Sattel, komplette Elektrik, Potis, Kabel, alles neu. Die Pickups wurden durch ein Kloppmann HB60‑Set ersetzt. Eingebaut habe ich sie normal, nicht wie beim Original. Als sie fertig war, hatte ich eine zweite Les Paul, die völlig anders klingt als meine Meigel Les Paul, aber genau das macht sie interessant.


Das Projekt war nervenaufreibend, weil ich nicht wusste, ob ich am Ende viel Geld versenkt habe. Aber wie so oft konnte ich mich auf meinen Gitarrenbauer verlassen. Er hat wieder einmal hervorragende Arbeit geleistet, und am Ende ist alles gut gegangen. Die Gitarre ist vielleicht nicht ganz auf Custom‑Shop‑Niveau, aber sie kann definitiv mit den Standard‑Modellen mithalten. Und für mich war es ein großartiges Projekt mit einem überraschend guten Ergebnis.

Ausgangspunkt & Umbau (2024)

BereichOriginalzustandUmbau / Verbesserung
PickupsBillige No-Name HumbuckerKloppmann HB60 Set – kraftvoll & transparent
ElektronikUngeschirmt, schlechte KabelführungCTS-Potis, Orange Drops, Treble Bleed-Schaltung
HardwareSchlechte Bridge & MechanikenABM Tune-O-Matic Style
LackierungGlänzend, kein AgingMit künstlichem Aging & Haarrissen
BespielbarkeitÜberraschend brauchbarNeu bundiert & eingestellt – Boutique-Niveau
Kosten< 300 € + ZollUmbaukosten ca. 800 €

Technische Highlights

KomponenteDetails
PickupsKloppmann HB60 – dynamisch, mit klarer Ansprache
BridgeABM Tune-O-Matic Style
Schaltung2× Volume + 2× Tone + 3-Weg Toggle + Treble Bleed
Saiten.010er – komfortables Spielgefühl
Halsprofil’59 Style – kräftiger als klassische ’60s

Klangbeschreibung

  • Steg: Rau, offen und mit deutlich mehr Biss als bei der Meigel Les Paul – der HB60 bringt Druck, aber mit einer leicht schmutzigen Note.
  • Mitte: Erdiger, kerniger Grundcharakter, weniger elegant als die Meigel, dafür sehr lebendig und roh.
  • Hals: Warm, voll und mit dem typischen 59er‑Halsgefühl – mehr Masse, mehr Holz, mehr Fundament im Ton.
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Duesenberg Starplayer TV – Semi-Hollow Eleganz in Trans Orange

Die Starplayer TV kam noch vor der Meigel ES‑335 zu mir. Ich wollte eine Semi‑Hollow haben und die Duesenberg gefiel mir auf Anhieb. Also ab ins Musikgeschäft und dort zu einem wirklich guten Preis gekauft. Ich wollte noch neue Saiten draufhaben, aber der Verkäufer hat es geschafft, sie falsch durch das Tremolo zu ziehen. Da fragt man sich wirklich, wie solche Leute in einem Gitarrenladen arbeiten können. Egal.


Zuhause war dann alles grundsätzlich gut. Die Gitarre ist bis heute die am besten eingestellte, die ich besitze. Man kann sie unglaublich gut spielen, fast schon mühelos. Klanglich ist sie auch absolut in Ordnung, aber ich habe festgestellt, dass ich sie kaum spiele. Ich kann nicht einmal genau sagen, warum. Vermutlich liegt es an den Pickups, vor allem der P90 am Hals ist so gar nicht mein Ding.


Mehrmals hatte ich schon den Gedanken, sie zu verkaufen. Und jedes Mal, wenn ich sie dann wieder in die Hand nehme, denke ich: „Warum eigentlich? Die spielt sich doch wie Butter. PU‑Tausch wäre eine Option, aber ich bin mir nicht sicher, ob das für mich wirklich sinnvoll wäre. Gitarren habe ich schließlich genug. Also steht sie weiterhin ein wenig auf der Kippe und freut mich dann, wenn ich sie doch mal spiele.

Spezifikationen

KategorieDetails
BauartSemi‑Hollow, Center‑Block
Korpuslaminiertes Ahorn, gewölbte Decke
HalsAhorn
GriffbrettPalisander
Mensur648 mm
Bünde22
HalsprofilDuesenberg Medium‑D
MechanikenDuesenberg Z‑Tuner
Bridge/TremoloDuesenberg Diamond Deluxe Tremola
PickupsDomino P90 (Hals), GrandVintage Humbucker (Steg)
Elektronik3‑Way Toggle, Master Volume, Master Tone
HardwareNickel
FinishMetallic‑Lackierung (bei dir: Black Sparkle / falls anders, sag Bescheid)
BesonderheitenPlek‑Setup, sehr niedrige Saitenlage möglich

Klangeigenschaft

  • Steg (Humbucker): Klar, direkt und angenehm offen – kein High‑Gain‑Brett, sondern ein sauberer, musikalischer Ton mit guter Durchsetzung.
  • Mitte: Ausgewogen und leicht hohl, typisch Semi‑Hollow‑Charakter, sehr dynamisch und gut kontrollierbar.
  • Hals (P90): Warm, weich und rund, aber aus meiner Sicht nicht besonders überzeugend – etwas zu verwaschen und nicht der Klang, den ich am Hals mag.
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Gretsch 6119 Chet Atkins Tennessean (1961)

Diese Gretsch habe ich Anfang der 80er Jahre einem Berufsmusiker abgekauft, der, wie so viele, gerade Geld brauchte. Ich habe damals 1.500 DM bezahlt, für mich eine stolze Summe, vor allem wenn man den Zustand bedenkt. Gut behandelt hatte er sie nicht: Die Front war abgeschliffen, das Bigsby abgebaut und die originalen Pickups durch DiMarzios ersetzt. Keine Ahnung, wie man so etwas machen kann.


Diese Gitarre hat mir jahrelang Frustration beschert. Sie war schwer zu bespielen, und damals gab es kaum Gitarrenbauer, die solche Probleme wirklich beheben konnten. Ich dachte immer es liege an meinen Gitarrenkünsten. Ich selbst konnte es bis heute nicht. Also blieb sie lange in diesem Zustand.


In den letzten Jahren habe ich mich dann entschlossen, sie restaurieren zu lassen. Und wer sonst hätte das machen sollen als Stefan Meigel. Er sollte sie wieder in den Originalzustand versetzen und das ist ihm, wie ich finde, sehr gut gelungen. Der einzige Unterschied zum Original ist, dass ich die Höhenverstellung nicht über den Kippschalter wollte, sondern beim Regler belassen habe, weil mir das praktischer erscheint. Ansonsten sieht sie wieder richtig gut aus und fühlt sich endlich so an, wie eine Gretsch sich anfühlen sollte.

Spezifikationen

KomponenteDetails
Modell6119 Tennessean – Chet Atkins Signature Series
Baujahr1961
KorpusHollowbody Thinline, laminierter Ahorn
DeckeSimulierte F-Löcher (aufgemalt)
HalsAhorn mit dunkler Mittelstrebe
GriffbrettPalisander mit Thumbprint-Inlays
Mensur622 mm (24.5″)
Sattelbreite43 mm
Bünde22 – neu bundiert (2020)
BindingWeiß, einseitig (Front)
FinishVintage Cherry-Walnut – neu lackiert (2020)

Restaurierung & Upgrades (2020)

BereichVorherNachher
PickupsDiMarzio Humbucker (nicht original)TV Jones Classic (Hals) + TV Jones Plus (Steg)
VibratoFehlendes BigsbyBigsby B6 – montiert
ElektronikModifiziert & unsauber verlötetNeu verdrahtet mit hochwertigen Komponenten
BundierungAbgenutzt & ungleichmäßigKomplett neu mit präziser Intonation
LackierungMatt & beschädigtVintage Cherry neu lackiert
GesamtbildUnstimmigRückkehr zum stilvollen Vintage-Look

Klangbeschreibung

  • Hals-Pickup (TV Jones Classic): Warm, artikuliert – ideal für Jazz und Melodiearbeit
  • Steg-Pickup (TV Jones Plus): Twangy, bissig – perfekt für Rockabilly & Country
  • Mittelposition: Transparent, ausgewogen
  • Bigsby Vibrato: Feine Modulation – Vintage-Vibe pur
  • Gesamtcharakter: Luftig, perkussiv, mit typischem Gretsch-Twang

Historie & Bedeutung

Die Tennessean 6119 wurde von Chet Atkins geprägt und von Legenden gespielt:

KünstlerBezug zur 6119 Tennessean
George HarrisonSpielte sie in „Help!“ und live 1965
David CrosbySetzte sie im Studio ein
Hilton ValentineNutzt sie für „House of the Rising Sun“
Gerry MarsdenLive-Auftritte mit der Tennessean in den 60ern
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Ibanez SA1060WZC-NTF – Ziricote-Traum trifft Klangvielfalt

Ich wollte damals noch eine modernere Gitarre haben, die mir optisch gefällt, nicht zu teuer ist und sich gut bespielen lässt. Über ein Gebrauchtangebot auf eBay bin ich dann zur Ibanez SA1060 gekommen. Ich kannte sie schon aus einem Vorführvideo auf YouTube, und die Ziricote‑Decke hat mich sofort angesprochen.

Der Preis war gut, keine Dings und Dongs, und nach einem Setup beim Gitarrenbauer ließ sie sich auch problemlos spielen.


Trotzdem spiele ich sie nicht besonders oft. Für meinen Geschmack klingt eine Ibanez dieser Bauart etwas charakterlos. Sie liefert diesen typischen High‑Gain‑Solo‑Sound, den man mit einer Strat, Tele oder Les Paul so nicht hinbekommt – dafür ist sie wahrscheinlich gebaut. Aber abseits davon ist sie nicht wirklich mein Ding. Deshalb nutze ich sie fast ausschließlich für Solosounds. Ob das an der Gitarre selbst liegt oder an den Seymour‑Duncan‑Pickups, kann ich nicht sagen.

Spezifikationen

KomponenteDetails
KorpusMahagoni mit stark gemaserter Ziricote-Decke
Hals5-teilig Wenge/Bubinga – geschraubt (AANJ)
GriffbrettPalisander mit Offset-Dot Inlays
Mensur648 mm (25.5″) – Fender-Standard
Radius12″ (305 mm) – flach und bequem
Bünde22 Medium mit Fret Edge Treatment
SattelGraphTech Black TUSQ XL – stimmstabil
HalsprofilSA – schlank, ergonomisch, schnell spielbar
KomponenteDetails
TonabnehmerSeymour Duncan SSL-2 (Hals & Mitte) + SH-4 JB (Steg)
Schaltung5-Weg-Switch, Master Volume & Tone
BridgeIbanez SynchroniZR Tremolo mit ZPS-FX System
MechanikenIbanez Die-Cast Tuners
HardwareChrom – schlicht & hochwertig
Saiten.009 – .042 – ab Werk
GigbagIbanez Premium Softcase inklusive

Klangcharakteristik

  • SSL-2 Pickups (Hals & Mitte): glockig, glasig – ideal für Funk, Indie und Cleans
  • JB Steg-Humbucker: kraftvoll, bissig – perfekt für Rock, Fusion und Soli
  • Mittenpositionen: markanter Quack mit mehr Punch als klassische Strats
  • Tremolo-System: butterweich und stimmstabil – dank ZPS-FX-System
  • Gesamtsound: extrem vielseitig – von Jazz bis Metal, Studio-tauglich
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Michael Kelly 1957 Amber Trans – Boutique-Tele mit Vintage-Seele

Diese Gitarre gehört zu meinen frühen Käufen ab 2017. Sie wurde damals als Vorführmodell zu einem sehr günstigen Preis angeboten, und das Konzept mit den Humbuckern hat mir sofort gefallen. Nach der Bestellung bekam ich allerdings eine E‑Mail vom Händler: Das Vorführmodell sei weg, neue Ware käme erst in ein paar Monaten, ob ich stornieren wolle. Wollte ich nicht. Ein Neumodell hätte das Doppelte gekostet. Also wartete ich. Drei Monate später kam dann tatsächlich ein nagelneues Exemplar zum halben Preis. Ein echtes Schnäppchen.


Ab Werk war an der Bridge ein Seymour Duncan Little ’59 verbaut, der mir richtig gut gefällt. Am Hals hingegen war ein Humbucker, dessen Namen ich schon vergessen habe und das sagt eigentlich alles. Der Pickup gefiel mir überhaupt nicht, also habe ich ihn durch einen Kloppmann HK ersetzt. Der Hals war außerdem viel zu hell und passte optisch nicht zum Rest. Ich hatte damals noch Tree‑of‑Life‑Sticker besorgt, und Meigel Guitar hat den Hals abgedunkelt und den Sticker sauber überlackiert, damit er dauerhaft hält.


Der Rest der Gitarre war völlig in Ordnung. So wurde aus einem günstigen Vorführmodell eine wirklich außergewöhnliche Tele‑Interpretation, die richtig losrockt, wenn man möchte und mit klassischem Country‑Twang hat sie rein gar nichts zu tun.

Spezifikationen

KomponenteDetails
KorpusSumpfesche mit geflammtem Ahorn-Binding
DeckeQuilt Maple mit Amber Trans Finish
HalsAhorn mit dunklem Satin-Finish
GriffbrettAhorn mit Tree of Life Inlay
Mensur647.7 mm (25.5″) – klassisch T-Style
Radius10″ – angenehme Biegung
Bünde22 Medium Jumbo
Sattelbreite43 mm
HalsprofilModern C – ausgewogen & komfortabel
KomponenteDetails
Neck PickupKloppmann HK – warm, dynamisch, Vintage-Vibe
Bridge PickupSeymour Duncan Little ’59™ – mittig, durchsetzungsfähig
Schaltung3-Weg-Switch + Push/Pull Coil-Tap
BridgeString-Through T-Style
MechanikenGrover® Die-Cast
HardwareVerchromt, leicht gealtert
SaitenD’Addario EXL110 (.010–.046)

Klangbeschreibung

  • Hals-Pickup (HK): Offen, warm, reaktionsschnell – ideal für Blues & cleane Passagen
  • Steg-Pickup (Little ’59): Kräftig, mit Rock-Attitüde und harmonischer Kompression
  • Coil-Tap: Singlecoil-Charakter auf Wunsch – für Funk, Indie & moderne Sounds
  • Mittelposition: ausgewogen, klar – perfekt für Akkorde & rhythmisches Spiel
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Paisley Telecaster ’68 Reissue – Twang trifft Retro-Glam

Nachdem ich ja eine Zeit lang im Paisley‑Fieber war, habe ich auch dieses Modell auf AliExpress für lächerlich wenig Geld gekauft. Genau wie bei der Greeny wurde die Gitarre komplett von Meigel Guitar umgebaut und veredelt. In diesem Fall war es allerdings nicht ganz so günstig wie beim Greeny‑Projekt, denn der Hals der Tele war schlicht unbrauchbar. Also musste ein neuer Hals angefertigt werden.


Die Gitarre wurde dann mit den üblichen hochwertigen Zutaten ausgestattet, und am Ende hatte ich eine 68 Paisley Tele, die nicht nur gut aussieht, sondern auch wirklich gut klingt. Kloppmann sei Dank.

Spezifikationen

KategorieDetails
Modellbasis68 Paisley Tele (AliExpress‑Body)
KorpusErle, Paisley‑Finish
HalsGeflammter Ahornhals, von Meigel neu gefertigt
GriffbrettAhorn
Mensur648 mm
Bünde21
HalsprofilMeigel‑Spezifikation (angepasst, moderner Komfort)
MechanikenHochwertige Locking‑Mechaniken (Meigel‑Upgrade)
BridgeVintage‑Style Tele Bridge
PickupsKloppmann Tele‑Set
Elektronik3‑Way Switch, Volume, Tone
HardwareChrom
FinishPink Paisley
BesonderheitenKomplett neu aufgebaut, hochwertiges Meigel‑Setup

Klangcharakteristik

  • Steg-Pickup: Twangy, frech, klar – perfekt für Rhythmusarbeit und Country
  • Hals-Pickup: Rund, warm, musikalisch – ideal für Blues & Cleans
  • Mittelposition: Transparent und ausgewogen – für offene Akkorde
  • Gesamtsound: Boutique-Tele mit Charakter und Vintage-Attacke
  • Setup: Neu bundiert, justiert und musikalisch optimiert durch Meigel
20260417

Reverend Jetstream – moderne P90‑Alternative mit cleverem Contour‑Regler

Nachdem ich blöderweise meine Gibson SG mit P90 verkauft habe – was ich bis heute bereue – wollte ich unbedingt wieder eine Gitarre mit P90‑Pickups haben. Fündig geworden bin ich bei dieser Reverend Jetstream. Bestellt habe ich sie damals in England, als das noch EU‑technisch unkompliziert war. In Deutschland war das Modell so nicht zu bekommen.


Die Gitarre ist großartig. Besonders der Contour‑Regler ist eine echte Überraschung: Ich weiß zwar nicht genau, was da technisch passiert, aber man kann damit den Grundcharakter wunderbar an den jeweiligen Amp anpassen. Diese Funktion ist Gold wert.

Das Tremolo ist erstaunlich stimmstabil, und insgesamt klingt die Jetstream wie eine Strat auf Steroiden, bissiger, druckvoller, moderner.
Ich spiele sie nicht ständig, aber immer wieder sehr gerne.

Spezifikationen

KomponenteDetails
KorpusKorina – leicht, warm, resonant
HalsRoasted Maple – stabil, seidig, geschraubt
GriffbrettRoasted Maple – komfortabel & edel
HalsprofilMedium Oval – ausgewogen & vielseitig
Mensur648 mm (25.5″) – Fender-Standard
Radius12″ – flach, bequem für Bends und Akkorde
Bünde22 Medium Jumbo
SattelBoneite – stimmstabil, klangstark
FinishUV-gehärtet – in Chronic Blue
KomponenteDetails
Pickups3× Reverend 9A5 P90 Singlecoils (Alnico V)
Schaltung5-Weg-Switch + Bass Contour + Treble Bleed
TremoloWilkinson WVS50 IIK mit Vari-Claw System
MechanikenPin-Lock Tuner (Ratio 20:1)
ReglerVolume, Tone, Bass Contour
JackPure Tone Dual-Contact – stabil & hochwertig
SaitenD’Addario .010–.046

Klangbeschreibung

  • Steg-P90: rau, fokussiert – ideal für Garage-Rock & Indie-Riffs
  • Mitte: Reverse-Wound für noisefreie Kombis – perfekt für funkige Passagen
  • Hals-P90: warm, rund, bluesig – für klare Lead-Lines & Akkorde
  • Bass Contour: regelt Tiefenanteil – von twangy zu fett
  • Treble Bleed: Höhen bleiben auch bei leisem Spiel erhalten
  • Tremolo: weich, stimmstabil – ideal für subtile Modulationen
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Steinberger GT-Pro Deluxe BK – Headless mit EMG Power

Die Steinberger‑Headless kannte ich noch aus früheren Zeiten, als es sie noch in Carbon gab. Dieses heutige Holzmodell lief mir gebraucht über den Weg, und ich habe sie günstig bekommen. Zufrieden war ich anfangs allerdings nicht. Die von Steinberger verbauten, EMG‑designten Nachbau‑Pickups klangen für meinen Geschmack ziemlich enttäuschend.


Zum Glück hatte ich aus einer bereits verkauften Michael‑Kelly‑Gitarre noch ein originales EMG‑Set (81/85) übrig. Dazu habe ich noch einen EMG SA gekauft und alles einbauen lassen. Damit hat die Gitarre deutlich gewonnen. Für High‑Gain und Metal ist sie jetzt wie geschaffen.


Was mich bis heute etwas stört, ist der Tremolohebel – er sitzt sehr nah an den Saiten und ist dadurch etwas unbequem zu bedienen. Da ich aber ohnehin kein Metal spiele, ist das für mich kein großes Thema. Ich benutze sie insgesamt eher selten.

Spezifikationen

KomponenteDetails
KorpusLinde (Basswood) – leicht & resonant
HalsDurchgehend, 3-teiliges Ahorn
GriffbrettSatinwood mit Dot-Inlays
Mensur648 mm – Standard Fender-Scale
Bünde24 Medium Jumbo
HalsprofilSlimTaper D – schnell & komfortabel
FinishHochglanz-Schwarz
LegrestKlappbar – ideal zum Sitzen & Reisen
KomponenteDetails
Steg-PickupEMG 81 – aggressiv, präzise, ideal für Metal
Mittel-PickupEMG SA – glasig, aktiv, perfekt für Cleans
Hals-PickupEMG 85 – warm, fett, ideal für Leads
Schaltung5-Weg-Schalter + Master Volume & Tone
BridgeR-Trem™ – stimmstabil, butterweich
TunerDirect-Pull System – Headless & präzise
SaitenDoubleBall (.010–.046) – optional mit Adapter
Stromversorgung9V Batterie für aktive EMGs
GigbagDeluxe Tasche inklusive

Klangcharakteristik

  • EMG 81: Schneidend, tight – perfekte Metal-Sounds
  • EMG SA: Clean, funkig – aktiv und dynamisch
  • EMG 85: Warm, kraftvoll – ideal für Soli & Blues
  • Mittelpositionen: ausgewogen, noisefrei dank aktiver Elektronik
  • R-Trem: Divebombs, Tremolo-Spiel & trotzdem stimmstabil
  • Gesamtsound: Studio-ready, live-tauglich – kompakt und vielseitig
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Warwick RockBass Corvette Premium 4 – Edelbass mit Attitüde

Ich habe mir diesen Bass aus zwei einfachen Gründen gekauft. Ich wollte die Bassspuren im Studio endlich selbst einspielen, weil mir viele VST Instrumente zu künstlich klingen oder nicht das transportieren, was ich mir vorstelle. Mit einem echten Bass in der Hand habe ich mehr Kontrolle über den Klang und das Spielgefühl.

Außerdem bin ich eher zufällig über ein Angebot gestolpert, bei dem dieser Warwick plötzlich zum halben Preis angeboten wurde. Neu, keine B Ware, keine Rückläufer. Warum er so günstig war, weiß ich bis heute nicht, aber bei so einem Preis musste ich einfach zugreifen.


Vorher hatte ich einen Bass von Vintage, mit dem ich nie richtig zufrieden war. Er hat ständig geschnarrt und da ich kein gelernter Bassist bin, bekomme ich so etwas nicht einfach durch Spieltechnik ausgeglichen. Der Warwick ist deutlich hochwertiger verarbeitet und sauber eingestellt. Wenn hier etwas schnarrt, dann liegt es an mir und genau das wollte ich. Ein Instrument, das sauber arbeitet und mir zeigt, wo ich stehe.

Spezifikationen

KomponenteDetails
Korpus2-teiliges Erle mit AAA Flamed Maple Top
Hals3-streifig laminierter Ahorn mit Furnierstreifen
GriffbrettWenge – offenporig, trocken, dynamisch
Mensur864 mm (34″) – Long Scale
Sattelbreite38.5 mm
Bünde24 Jumbo Frets aus Titan-Messing (IFT-Technologie)
HalsprofilSlim C – schnell & ergonomisch
FinishNatural Transparent High Polish
KomponenteDetails
Tonabnehmer2× aktive MEC J/J Singlecoils
ElektronikAktiver 2-Band EQ (Bass & Treble) + Volume + Balance
Bridge2-Piece Warwick 3D Bridge – präzise einstellbar
MechanikenWarwick Die-Cast Tuners
SaitenführungString-through oder Top-Load
SaitenWarwick Red Label (.045–.105)
Stromversorgung9V Block – für aktive Elektronik
ElektronikfachKupfergeschirmt mit Schnellzugangsklappe

Klangcharakteristik

  • Bässe: tief, definiert, mit Punch
  • Mitten: präsent, leicht nasal – ideal für Slap & Funk
  • Höhen: klar, nie schrill – präzise Fingerstyle-Sounds
  • Attack: direkt & perkussiv – Erle & Wenge liefern Dynamik
  • EQ: Bass & Treble aktiv formbar – flexibel für jede Stilistik
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Martin J-40M – Die große Stimme aus Nazareth

Als diese Martin J‑40M zu mir kam, war sofort klar, dass sie mehr ist als nur ein Instrument. Sie gehörte früher unserem Sänger, mit dem ich viele prägende Jahre verbracht habe. Nach seinem Tod bot mir seine Frau die Gitarre an, nicht als Verkaufsstück, sondern als Teil einer gemeinsamen Vergangenheit. Als ich sie das erste Mal in den Händen hielt, hatte ich das Gefühl, dass in diesem Instrument Erinnerungen stecken, die man nicht in Worte fassen kann.

Meine J‑40M stammt aus dem Jahr 1986 und gehört damit zu den frühen Serien dieses Modells. Typisch für diese Baujahre sind der Micarta‑Sattel, der Low‑Profile‑Mahagonihals, die goldenen Schaller‑Mechaniken und das aufwendige Abalone‑Binding der Decke.

Klanglich ist sie für mich ein echtes Erlebnis. Der große Jumbo‑Korpus liefert ein enormes Volumen, bleibt dabei aber klar und definiert. Die Sitka‑Fichtendecke bringt knackige Höhen, während der ostindische Palisanderboden für satte, tragende Bässe sorgt. Beim Fingerpicking reagiert sie sensibel und ausgewogen, beim Strumming füllt sie mühelos den Raum. Selbst in leisen Passagen bleibt der Ton glasklar, fast wie ein Flügel im Pianissimo.

Im Studio ist sie für mich eine feste Größe geworden. Da sie keinen Tonabnehmer hat, arbeite ich ausschließlich mit Mikrofonen, was sich auszahlt: Der Klang wirkt natürlicher, detailreicher und zeigt den Charakter dieser Gitarre so, wie es ein Pickup kaum könnte.

Spezifikationen

MerkmalWert
Baujahr1986
KorpusformJumbo (J‑14 Fret)
DeckeMassive Sitka‑Fichte
Boden & ZargenMassiver ostindischer Palisander
HalsMahagoni, Low Profile
GriffbrettEbenholz
StegEbenholz
Sattelbreite43 mm
MechanikenGoldene Schaller
FinishHochglanz Nitro
BindingMehrlagig, Decke mit Abalone‑Einlage

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Höfner HCT-RG-SB Spider Resonator

Ich habe diese Höfner relativ am Anfang meiner Gitarrenzeit gekauft, ungefähr 2017, als ich nach vielen Jahren wieder mit dem Spielen begonnen habe. Sie war ein Gebrauchtkauf, und der Vorbesitzer hatte bereits den Pickup gegen einen Seymour Duncan ausgetauscht, was der Gitarre definitiv gutgetan hat. Ich spiele sie heute zwar kaum noch, weil sie stilistisch nicht zu der Musik passt, die ich inzwischen mache, aber ich mag sie trotzdem sehr. Sie hat etwas Eigenes, einen Charakter, der mir gefällt, und deshalb bleibt sie auch in meiner Sammlung.

Spezifikationen

KomponenteDetails
DeckeQuilted Maple – stark gemasert, optischer Hingucker
Boden & ZargenQuilted Maple – durchgehend, warm und resonant
HalsAhorn – rundes Profil, sehr stabil
GriffbrettPalisander mit Dot-Inlays – traditionell & solide
Mensur648 mm (25.5”) – Standardmaß für Komfort
Bünde21 Medium-Frets – präzise bespielbar
BindingWeiß – Kontrast & Klassik
BridgeAhorn + Ebenholz – traditionell & klangfördernd
ResonatorSpider Cone – zentral montiert, perkussiv & direkt
FeatureBeschreibung
TonabnehmerSeymour Duncan Singlecoil – ersetzt Standard „Staple“
ReglerVolume & Tone – verchromt, präzise
MechanikenNickel mit Pearl Buttons – klassisch & zuverlässig
SattelKunststoff – leicht & präzise
SaitenD’Addario (.012–.053) – werkseitig montiert

Klangcharakteristik

  • Klang: fokussiert, mittig, percussiv – ideal für Slide, Fingerpicking & Bluegrass
  • Ansprache: schnell & direkt – besonders bei akustischem Spiel
  • Verstärkt: definierter, klarer Ton – dank Boutique-Upgrade
  • Tonformung: Volle Kontrolle für Recording, Bühne & Ausdruck
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Ortega RMF90TS – F‑Style Mandoline in Tobacco Sunburst

Ich bin eher zufällig zur Mandoline gekommen. Nach einem kleinen Konzert hier in der Gegend hat mich der Klang sofort gepackt. Nicht dieses traditionelle Bluegrass‑Gezupfe, sondern eher die Art, wie moderne Bands das Instrument einsetzen, etwas rauer, atmosphärischer, fast schon wie ein zusätzlicher Farbtupfer im Arrangement. Das hat mich neugierig gemacht und ich wollte das unbedingt selbst ausprobieren.


Die Ortega war dann genau das richtige Instrument für mich. Sie spielt sich angenehm, klingt gut und passt perfekt in die Art von Musik, die ich im Studio mache. Ich bin kein Mandolinist im klassischen Sinn, aber das muss ich auch nicht sein. Für mich ist sie ein Werkzeug, um bestimmte Stellen lebendiger zu machen oder einem Song eine andere Farbe zu geben. Und jedes Mal, wenn ich sie in die Hand nehme, freue ich mich über diesen besonderen Klang, der sich so schön vom Rest abhebt.

Spezifikationen

BestandteilSpezifikation
DeckeMassive Fichte – resonant & klar
Boden & ZargenGeflammter Ahorn – stabil & warm
HalsAhorn mit 2‑Wege‑Halsspannstab
GriffbrettPalisander (Dalbergia Latifolia)
StegEbenholz – traditionell & präzise
Mensur345 mm (13.58″)
Sattelbreite28 mm
Bünde24 – Medium
MechanikenVergoldet – offen, klassisch
TailpieceEinteilig, gegossen – goldfarben
SchalllöcherF‑Löcher – traditioneller Look
KomponenteDetails
TonabnehmerOrtega S1T Preamp‑System mit integriertem Tuner
ReglerVolume & Tone – diskret platziert
StimmgerätChromatisch – direkt im Preamp integriert
Ausgang6,3 mm Klinke – Mono
Stromversorgung9V‑Batterie im Elektronikfach
ZubehörDeluxe‑Gigbag + Lederriemen

Klangcharakteristik

Akustisch:

warme, definierte Bässe
präsente, holzige Mitten
klare, nicht schrille Höhen

Verstärkt:

natürlicher Klang durch S1T‑System
ideal für Bühne & Recording

Ortega rmf90ts