Neuzugänge
Tsakalis AudioWorks Mothership
Den Mothership habe ich gerade auf Kleinanzeigen zu einem guten Preis gekauft. Er soll auf Board 3 den Blackstar Amped 3 ersetzen.
Der Amped 3 war in der Praxis zwar zuverlässig, aber klanglich nie ganz da, wo ich ihn haben wollte. Vor allem im 4‑Cable‑Modus wirkte der Preamp oft etwas glatt und weniger dynamisch, als ich es mir für dieses Board wünsche. Vom Mothership erhoffe ich mir eine deutlich charakterstärkere und direktere Ansprache, die sich natürlicher in die Gain‑Struktur einfügt.
Der Mothership bietet mehrere Preamp‑Voicings, die laut Demos und Berichten wesentlich organischer reagieren und mehr Eigenleben haben als der Amped‑3‑Preamp. Genau das könnte Board 3 nach vorne bringen: ein Preamp, der sich wie ein echter Amp verhält und nicht wie ein „All‑in‑One“-Gerät.
Kurz gesagt: Ich erwarte, dass der Mothership dem Board die Dynamik und den Charakter gibt, die dem Amped 3 dort bisher gefehlt haben.

Greer Amps Mori Drive
Der Mori Drive ist schon länger bestellt und soll die Low‑ bis Mid‑Gain‑Sektion erweitern. Ich kenne ihn bisher nur aus Demos und der Herstellerbeschreibung, aber der Grundcharakter passt genau zu dem, was mir im Studio noch fehlt: ein organischer, dynamischer Drive, der sich sauber vor einen bereits leicht geschobenen Amp setzt und nicht zu komprimiert wirkt.
Die Beispiele klingen offen, direkt und nicht übertrieben mittig. Wenn das im Studio genauso funktioniert, könnte der Mori Drive eine der flexibleren Crunch‑Optionen werden, gerade für Boards, die zwischen Clean und Crunch mehr Feinabstufung brauchen.

Wampler Golden Jubilee OD
Ich habe ihn schon vor Monaten bestellt, aber er ist erst vorraussichtlich Ende August lieferbar. Er ist für mich interessant, weil er eine Gain‑Richtung abdeckt, die ich bisher im Studio nicht wirklich hatte. Meine Marshall‑Voicings gehen eher in die Plexi‑ oder moderne JVM/DSL‑Schiene, aber dieser spezielle Jubilee‑Charakter fehlte mir bisher komplett. Genau deshalb wollte ich das Pedal ausprobieren.
Besonders spannend finde ich die Zweiteilung des Designs: ein Overdrive‑Kanal, der den typischen Jubilee‑Ton liefern soll, und ein Distortion‑Kanal, der laut vielen Tests deutlich amerikanischer klingt, fast schon in Richtung Mesa. Das ist eine Kombination, die ich so bisher nicht im Setup habe. In den Videos wirkt der Distortion‑Kanal straff, fokussiert und weniger „Marshall‑weich“, was für manche Lead‑Sounds genau das sein könnte, was mir bisher gefehlt hat.

